Da ich mir das Ganze lieber aus der Distanz ansehen wollte und sowieso schon total gespannt war auf den Dom zu steigen hab ich denselbigen also einmal halb umrundet und hab mich dann an den Aufstieg gemacht.
Schon toll diese Architektur, die Massen an Mamor und dann dieser "Laufsteg" auf dem Dachfürst - DER Hammer!!! Drinnen war es aber mindestens genauso beeindruckend. Nicht so überladen wie viele andere italienische Kirchen. Dafür riesige tolle bunte Fenster, vier (!) riesige Orgeln und ein von Leonardi da Vinci höchstpersönlich konstruierter Aufzug zu der heiligen Reliquie an der Decke. Angeblich haben die da nämlich nen Nagel vom Kreuz Jesù...
Danach bin ich dann zum Grab des Mannes gefahren, den viele Musikliebhaber vergöttern:
Anschließend wollte ich mal das etwas andere Milano sehen.
Da bin aber lieber schnell weiter. Zum Schluss noch einmal durch die Galleria Vittorio Emanuele, an der Scala vorbei und dann zur U-Bahn.Hier sieht man jetzt die Scala. Dort habe ich zwar noch keine Oper gesehen, dafür aber hier in Cremona.
Im Teatro Ponchielli hab ich neulich nämlich mit ein paar Kommilitonen "The Turn of the Screw" von Benjamin Britten gesehen. Ich fand das Stück großartig und war total überrascht von der Qualität dieses Opernhauses. Zwar können die hier nicht mit einer Staatsoper mithalten, aber Sänger und Musiker waren wirklich gut und auch die Inszenierung war nicht schlecht.Eines muss ich jetzt noch loswerden: mir ist aufgefallen, dass die Italiener oft übermäßig förmlich sind. Wenn man zum Beispiel andere Studenten kennenlernt und einer fragt "Come ti chiami?" also: "Wie heißt Du?", dann schütteln sich beide die Hände nennen sich ihre Vornamen und sagen "piacere" - also sowas wie "angenehm". Irgendwie passt das nicht in mein Weltbild...
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