Die armen Kinder hier wissen auch gar nicht was ein Osterhase ist und haben ihre Eier noch nie gesucht, sondern immer nur in die Hand gedrückt bekommen.
Allerdings ist es hier wohl üblich mit echten (meist rohen) Eiern zur Oster-Messe in die Kirche zu gehen und die Eier segnen zu lassen ehe man sie beim Oster-Essen verspeist.
Gemeinsam mit Sebastian,der mich während der Osterferien besucht hat, habe ich dann die verrücktesten Ostereier bestaunt. Außerdem haben wir Parma besichtigt und sind stundenlang durch so ziemlich alle Cremoneser Supermärkte gezogen, denn "da lernt man soviel über die Kultur eines Landes" ;-).
Gemeinsam sind wir dann nach Berlin geflogen,wo ich leider nur zwei kurze Tage bleiben konnte, weil danach die Uni wieder weiterging.
Da fällt mir ein: heute ist ein wichtiger Tag für Italien: heute (und morgen,weil die Italiener das nicht an einem Tag gebacken kriegen) sind hier Präsidentschaftswahlen. Mein Eindruck ist,dass die Italiener ziemlich schlecht organisiert sind,was das angeht: viele meiner Kommilitonen haben sich beklagt,dass sie nicht wählen gehen können,weil sie dazu in ihre Heimatstadt fahren müssten, was momentan aber nicht drin ist, weil sie sich ja auf die Prüfungen vorbereiten müssen. Hier ist es nämlich nicht möglich per Brief zu wählen. Oder besser gesagt: die Italiener, die im Ausland leben, durften ihre Stimme per Brief abgeben, während diejenigen die wegen Studium, Arbeit oder aus anderen Gründen in einer anderen Region leben und nicht einfach mal in die Heimatstadt fahren können, nicht an der Wahl teilnehmen können...