Mittwoch, 12. März 2008

Trautes Heim...

mein SchreibtischNach dem Ausraster meines Nachbarn ging alles recht schnell. Ich habe beschlossen so schnell wie möglich umzuziehen, habe eine neue Unterkunft gesucht und die perfekte WG gefunden. Am Mittwoch, dem 05.03.08, habe ich die neue WG bezogen. Die Lage ist optimal: ich wohne jetzt genau zwischen Uni und Zentrum im Corso Garibaldi, direkt gegenüber vom Geburtshaus Antonio Stradivaris. mein BettWer genau wissen möchte, wo das ist, kann diesen Link zu Googlemaps nutzen.
Mein Zimmer ist schön groß und für mich optimal eingerichtet: Ein Großer Schreibtisch, ein Sessel, ein Schrank, eine Kommode, ein Raumteiler-Regal und ein breites Bett.mein Home Entertainment Meine Vormieterin hat mir sogar ihre Stereoanlage und ihren Fernseher dagelassen. Auch die restliche Wohnung ist riesig. Wir haben eine schöne Küche, einen Gemeinschaftsraum, ein Gästezimmer und zwei Badezimmer, wobei das eine mehr als Waschküche benutzt wird.
Meine Mitbewohner hier sind eine Sardinierin und ein Sizilianer. Beide haben Musikwissenschaft studiert. GemeinschaftsraumMein Mitbewohner Marco schreibt gerade seine Doktorarbeit und Alessia, meine Mitbewohnerin, absolviert gerade einen berufsvorbereitenden Kurs an der Accademia della Scala in Mailand. Außerdem haben wir etwa einmal im Monat für ein paar Tage einen "Untermieter": ein recht bekannter Bariton, der dann und wann in unserem Gästezimmer unterkommt.
Jedenfalls fühle ich mich in meiner neuen Wohnung sehr wohl und freue mich jedesmal über den Anblick des Stradivari-Hauses, wenn ich aus meinem Fenster gucke.
Inzwischen habe ich mich schon recht gut hier eingelebt und fühle mich sehr wohl. Nur schade dass der gute Penny-Markt jetzt so weit weg ist und meine alten Raudau-Brüder und -Schwester samt Katze vermisse ich auch ein bisschen...

Orgel von Giovanni PradellaVor einigen Tagen war ich mal wieder auf Exkursion. Diesmal bin ich mit meinem Geschichte-der-Musikinstrumentenrestauration-Kurs in ein Dorf nur wenige Kilomester östlich vom Nordende des Comersees gefahren. Dort haben wir erst eine restaurierte Barock-Orgel besichtigt, dann wurde uns eine neu gebaute wunderschöne Orgel vorgeführt Orgelpfeifenund zu guter Letzt wurden wir durch eine Orgelbau-Werkstatt geführt. Vor allem das war beeindruckend, denn dort wird gerade eine echte Antegnati-Orgel restauriert. Die Antegnatis galten als eine der besten Orgelbau-Familien und ihre Instrumente zählen zu den wertvollsten überhaupt.
Bleigießen für GroßeAußerdem werden die Orgelpfeifen in dieser Werkstatt alle per Handarbeit und aus dem Mittelalter überlieferten Techniken gefertigt. Wir konnten dort also zusehen wie das Bleigemisch in Platten gegossen wurde und ließen uns alle weiteren Schritte, wie das Aufrollen und Löten sowie das Herstellen der Mundstücke und das Stimmen der Pfeifen erklären.

Wirklich beeindruckend was da alles hintersteckt. Genauso beeindruckend ist, wieviel Wissen und handwerkliches Können es erfordert eine Orgel zu bauen oder zu restaurieren.

nach der Eroerung des DomsNoch vor meinem Umzug hatte ich einen sehr kurzen aber schönen Besuch von Judith. Mit ihr habe ich die Mailänder Kirchen unsicher gemacht und in Bergamo ausgiebiges Shopping unternommen. Zu guter letzt haben wir uns in Mailand mit Heike getroffen, die wir vor 1 1/2 Jahren bei unserem Apulien-Urlaub kennengelernt hatten...

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